Schalom und herzlich willkommen.

Wir begrüßen euch auf unserer Seite. Dieser Blog spiegelt ein Stückweit unser Leben wider: wir befinden uns auf dem Weg und das, was wir hier repräsentieren, ist der derzeitige Stand, aber der Weg ist noch nicht zu Ende. Bewegung hält am Leben!

Und somit sind wir verschiedene Autoren, die gemeinsam den Weg zurück zu den biblischen Wurzeln des Glaubens gehen. Es geht uns nicht um Religion, Mission oder darum, mit anderen zu streiten, sondern wir wollen das, was wir bis zu dem heutigen Tag erkannt haben, anderen Suchenden mitteilen. Wir hoffen, euch hiermit ein Stück weiterzuhelfen und euch dadurch ein Segen zu sein.

Die „biblisches Judentum“-Autoren 🙂

*Themen, die das Neue Testament betreffen, sind von nun an auf dem neuen Blog zu finden!*

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Schawuot

Schawuot ist ein Wallfahrtsfest, an dem man nach Jeruschalaim zum Tempel kam, um seinem Schöpfer als Dank die Erstlinge der Weizenernte darzubringen. Das Fest hat in der Torah verschiedene Bezeichnungen, aber der Schwerpunkt liegt auf dem Darbringen der Erstlingsgarbe.

 

  1. Schemot (2.Mose 34,22): Fest der Wochen = Chag ha Schawuot
  2. Schemot (2.Mose 23,16): Fest der Ernte = Chag ha Qatzjr
  3. Bamidbar (4.Mose 28,26): Tag der Erstlinge  = Chag ha-Bikkurim

Zeitpunkt                                                                                                                                                                    

Dewarim (5.Mose 16,9-10)

Sieben Wochen sollst du dir abzählen; wenn man anfängt, die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen. Dann sollst du Jehowah, deinem Mächtigen, das Fest der Wochen halten und ein freiwilliges Opfer von deiner Hand geben, je nachdem Jehowah, dein Mächtiger, dich gesegnet hat.

Wajikra (3.Mose 23,9-11)

Und Jehowah redete zu Mosche und sprach: Rede zu den Kindern Jsraels und sage ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und seine Ernte einbringt, so sollt ihr die Erstlingsgarbe von eurer Ernte zum Priester bringen. Der soll die Garbe weben vor Jehowah, zum Wohlgefallen für euch; am Tag nach dem Sabbat soll sie der Priester weben.

Und die Verse 15-16:
Danach sollt ihr euch vom Tag nach dem Sabbat, von dem Tag, da ihr die Webegarbe darbringt, sieben volle Wochen abzählen, bis zu dem Tag, der auf den siebten Sabbat folgt, nämlich 50 Tage sollt ihr zählen, und dann Jehowah ein neues Speisopfer darbringen.
Dies bedeutet, dass nach dem wöchentlichen Schabbat, also dem Sonntag während des Festes der ungesäuerten Brote, die Zählung beginnt. Und deswegen hat Schawuot auch kein festes Datum in der Torah, da es jedes Jahr an einem anderen Datum stattfindet.
Schawuot findet immer am ersten Tag der Woche statt, denn nach sieben Wochen oder Schabbaten, also 49 Tagen, ist der 50. Tag immer ein „Sonntag“.
Wie und was wird gefeiert
Wajikra (3.Mose 23 17-20)
Ihr sollt nämlich aus euren Wohnungen zwei Webebrote bringen, von zwei Zehntel Epha Feinmehl zubereitet; die sollen gesäuert gebacken werden als Erstlinge für Jehowah. Zu dem Brot aber sollt ihr sieben einjährige, makellose Lämmer darbringen und einen Jungstier und zwei Widder; das soll das Brandopfer für Jehowah sein; und das dazugehörige Speisopfer und Trankopfer — ein Feueropfer, Jehowah zum lieblichen Geruch. Ihr sollt auch einen Ziegenbock zum Sündopfer und zwei einjährige Lämmer zum Friedensopfer opfern;und der Priester soll sie samt den Erstlingsbroten weben, zusammen mit den beiden Lämmern, als Webopfer vor dem Jehowah. Die sollen Jehowah heilig sein und dem Priester gehören.
Wajikra (3.Mose 23,21-22)
Und ihr sollt an eben diesem Tag ausrufen lassen: »Eine heilige Versammlung soll es euch sein, und keine Werktagsarbeit sollt ihr verrichten!« Das ist eine ewig gültige Ordnung in allen euren Wohnorten für eure künftigen Geschlechter.

Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, so sollst du dein Feld nicht bis an den Rand abernten und keine Nachlese deiner Ernte halten, sondern es dem Armen und dem Fremdling überlassen. Ich, Jehowah, bin euer Mächtiger.
Dewarim (5.Mose 16,11-12)
Und du sollst fröhlich sein vor Jehowah, deinem Mächtigen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit, der in deinen Toren ist, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an dem Ort, den Jehowah, dein Mächtiger, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Und bedenke, daß du ein Knecht in Ägypten gewesen bist; und du sollst diese Satzungen bewahren und tun!
Da heute kein Tempel in Jeruschalajim mehr steht, fallen die Opferrituale aus.
Heutzutage danken wir an Schawuot unserem Schöpfer Jehowah für seinen Segen,
dafür dass er uns Nahrung gibt und da wir keine Felder haben, geben wir von unserem Segen den Bedürftigen in unserem Bekanntenkreis.
Schalom, Chofschi

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Chag Sameach Pessach.

Es ist wieder soweit: Pessach steht vor der Tür! Am Abend des 14. Tages des 1. Monats gedenken wir dem Auszug des Volkes Israels aus Ägypten.

Da am 21. März 2015 der Neumond in Israel gesichtet wurde und zur selben Zeit die Gerstenreife erreicht war, stand fest, dass der erste Monat des neuen Jahres begonnen hat. Vierzehn Tag später, also am 4. April 2015, begehen wir abends das Pessach. Es wird gegessen, getrunken und an das große Ereignis gedacht.

Pessach

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Am 5. April 2015 ist dann der erste von sieben Tagen des Festes der ungesäuerten Brote. Sieben Tage essen wir nichts Gesäuertes. Zum Abschluss findet (am 11.April 2015) der letzte Tag des Festes der ungesäuerten Brote statt.

Wir wünschen allen Lesern viele wunderbare Feste!

 

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Jom Teruah.

Einen schönen Feiertag wünschen wir allen Lesern! Der Neumond wurde in Israel gesichtet, so dass heute mit Sonnenuntergang das erste Fest des siebten Monats beginnt: Jom Terua!

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Chag Sameach Pessach und Chag ha Matzot.

ImageHabt eine erfüllte Zeit und lasst euch die Matzot (in welcher Form auch immer) schmecken!

 

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Neumond und neues Jahr.

Der Neumond wurde heute abend – am 31.03.2014 – in der Dämmerung in Israel gesichtet. Es gab mehrere Sichtungen. Damit ist der erste Tag des neuen Jahres der 1. April 2014. Das Pessachfest beginnt am Abend des 14. Aprils, der erste Tag des Festes der ungesäuerten Brote ist am 15. April. Das ist ein Schabbat. Der siebte Tag ist am 21. April und ebenfalls ein Schabbat.

 

Ein wunderbares neues Jahr!

 

Image

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Jom Teruah/ Zikaron Teruah

shofar

Die Gründe für die Begegnungszeiten wie Pessach, Chag hamatzot, Schawuot, Sukkot und Jom Kippur werden in der Torah konkret wiedergegeben. Doch über Jom Teruah finden wir keine direkte Erklärung für diesen Feiertag. Um ein besseres Verständnis für dieses Ereignis im israelischen Kalenderzyklus zu bekommen, werden wir uns Jom Teruah im Kontext der hebräischen Schrift (Tanach) anschauen.

Jom  HaTeruah wird in der Torah nur zwei mal erwähnt.

 3.Mose 23,24,:  „Rede zu den Kindern Israels und sprich: Im siebten Monat, am ersten des Monats, soll ein Ruhetag für euch sein, ein Gedenken durch Lärmmachen, eine heilige Versammlung.

4.Mose 29:1: „und am ersten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten, denn es ist euer Tag des Lärmmachen.“

Der Schlüssel zum Verständnis von Jom HaTeruah ist die  Bedeutung der beiden Worte, die in 3.Mose 23,24 auftreten:

Erinnern/Gedenken (zikaron) und Lärm machen (teruah)

1. Teruah – Lärm machen

Das Konzept von Terua / Lärmmachen ist im ganzen Tanach oft  zu finden und muss nicht grundsätzlich mit dem Blasen einer Schofar (Tierhorn) zusammenhängen. In 4.Mose 10,05 lesen wir, dass auf silbernen Trompeten geblasen wurde, um die Stämme Israels zu delegieren. Ebenso lesen wir in 4.Mose 10,09, dass Israel geboten wird, Lärm (teruah) auf silbernen Trompeten zu machen, wenn man in den Krieg zieht. Dann wird bei Jahwe, eurem Gott, an euch gedacht (zikaron) werden, und ihr werdet vor euren Feinden gerettet.„.

Hier sieht man die Vebindung  zwischen dem Lärmmachen (teruah) der Israeliten und dem Gedenken (zikaron) Jahwehs an Israel. Genau diese Verbindung wird auch in 3.Mose 23,24 verdeutlicht: Erinnerung durch Lärm machen“ (zikaron teruah). Daher weist 4.Mose 10,09 das zweite Mal in der Thora auf die Beziehung zwischen Lärmmachen (teruah) und Erinnerung/Gedenken (zikaron). Bevor wir uns mit der Beziehung zwischen Lärmmachen und Gedenken näher befassen, wollen wir uns zunächst andere Stellen im Tenach anschauen, wo das Wort teruah verwendet wird .

Eine bekannte Stelle, in der das Wort teruah vorkommt, findet sich in der Geschichte von Josua und dem Mauerfall von Jericho. Bei einem  Sechs-Tage-Marsch bliesen die Priester die  Schofar und umkreisten die Mauer mit der Bundeslade.  Das Volk wanderte mit, blieb aber stumm. Am siebten Tag umkreisten die Priester die Mauer sechsmal und beim siebten Mal…

Josua 6,20: Da erhob das Volk ein Kriegsgeschrei, und die Priester stießen in die Schopharhörner. Als nun das Volk den Schall der Hörner hörte und ein großes Kriegsgeschrei (teruah)  erhob, da stürzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk drang in die Stadt ein, jeder gerade vor sich hin. 

Das Verb von Teruah wird im Tenach oft für das Rufen von Menschen benutzt.

Psalm 47,2: Ihr Völker alle, klatscht in die Hände! Ruft zu dem Mächtigen mit Gesang                                                                                                                                           Psalm 66,1: ruft dem Mächtigen zu, alle Völker der Welt!                                   Psalm 81,2: Jubelt dem Mächtigen zu, unserer Stärke! Ruft zu dem Mächtigen Jakobs!

Zusammenfassend sehen wir, dass das Wort teruah Lärmmachenbedeutet – was entweder durch Schreien geschehen kann oder auf einem Musikinstrument wie einer Schofar oder einer Trompete.

2. Zikaron – Gedenken/Erinnerung

Das zweite Schlüsselwort, das uns hilft, die Bedeutung von Jom HaTeruah besser zu verstehen, ist zikaron /Erinnern. Das Wort stammt von der Bezeichnung für den Feiertagin 3.Mose 23,24 zikaron teruah(ein Gedenken durch Lärmmachen) genannt wird.

Doch warum Gedenken“? Ist es ein Gedenken an ein Ereignis, wie bei Hag HaMatzoth (das Fest des ungesäuerten Brote), bei dem man an den Auszug aus Ägypten gedenkt? Nein, an Jom teruah geht es nicht um ein Gedenken an ein Ereignis, sondern vielmehr darum, Jahweh zu bitten, dass er an uns gedenkt. Und an diesem Tag sollen wir seine Aufmerksamkeit durch das Erzeugen von Lärm erreichen, entweder mit Hilfe von Instrumenten oder durch unseren Mund.

Die Torah gibt uns einige Beispiele, bei denen Jahweh sich an Menschen erinnert/ an sie gedenkt. 

1.Mose8,1: Und der Mächtige gedachte an Noah und an alle Tiere und an alles Vieh, das bei ihm in der Arche war. Der Mächtige ließ einen Wind über die Erde wehen und das Wasser sank.

1.Mose19,29: … Und Jahweh gedachte an Abraham und geleitete Lot aus den Städten, die er zerstörte, in denen Lot gewohnt hatte. 

1.Mose 30:22: Und Jahweh gedachte aber an Rahel und erhörte sie und machte sie fruchtbar.“

2.Mose 2:24: Und Jahweh erhörte ihr Wehklagen und gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob.

So sehen wir, dass Menschen die Aufmerksamkeit von Jahweh in dem Tanach erlangten und Er ihrer gedachte. In 4.Mose 10,9 sehen wir, dass einer der Wege, um Jahwehs Gedenken zu erlangen, durch laute Geräusche (teruah) und einem Rufen zu Ihm geschehen kann.

Aber warum müssen wir speziell am ersten Tag des siebten biblischen Monats die Aufmerksamkeit (das Gedenken) Jahwehs gewinnen/erreichen?

 

3. Jom HaTeruah im Kontext

Wenn man Jom Teruah allein betrachtet, kann die Bedeutung dieses Ereignisses nicht verstanden werden. Erst wenn man Jom Kippur (den Versöhnungstag), welches 10 Tage später stattfindet miteinbezieht, wird der Grund erkennbar. Diese Betrachtung zeigt, warum uns von Jahweh geboten wird Lärm zu machen (teruah), um seine Aufmerksamkeit (zikaron) für uns zu gewinnen.  Dieses geschieht, damit Er uns 10 Tage später an Jom Kippur unsere Sünden vergibt. Daher fällt Jom Teruah auch nicht auf einem x-beliebigen Tag, sondern findet immer am ersten Tag des siebten Monats statt.

Es ist der einzige Feiertag im gesamten biblischen Jahr, der am ersten des Monats beginnt. So kann man Jom HaTeruah als „Eröffnung“ eines sehr wichtigen Monats im biblischen Jahr sehen:

teruah (Lärmmachen) -> zikaron (Erinnerung) -> kippur (Sühne)

Der siebte Monat, der mit Schreien in den Himmel beginnt, damit Jahweh unser gedenkt, erreicht seinen Höhepunkt, wenn Jahweh (hoffentlich) uns unsere Sünden an Jom Kippur vergibt. Und nachdem wir Vergebung empfangen haben, gelangen wir zum Höhepunkt in der sieben-Tage-Feier der Ernte (Sukkot). Schließlich wird diese intensive Zeit mit der Abschlussveranstaltung Shemini Azereth (der achte Tag) beendet.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen siebten Monat voll Glück, Versöhnung, Freude und eine enge Verbindung zu Jahweh, dem Schöpfer des Himmels und der Erde.

teruah (noise-making) –> zikaron (remembrance) –> kippur (atonement) – See more at: http://www.karaiteinsights.com/article/yom-ha-teruah.html#sthash.67kBgq8D.dpuf
teruah (noise-making) –> zikaron (remembrance) –> kippur (atonement) – See more at: http://www.karaiteinsights.com/article/yom-ha-teruah.html#sthash.67kBgq8D.dpuf
Zikaron — Remembrance

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Eingeordnet unter Bibelstudium., Chofschi., Die Feste Jehowahs., Hebräisch., Jehowah, Kalender., Leben., Neumond., Reue., Sühne., Sündenvergebung., Schabbat., Schuld., Tanach., Torah., Vertrauen., Widerlegung.

Ein wunderbares Schavuot wünschen wir euch!

Das Fest der Wochen findet heute statt: sieben mal sieben Tage sind vergangen und die Zeit der Weizenernte hat begonnen. Es ist ein heiliger Schabbat, an dem wir in den Schriften lesen, lobpreisen und beten.

 

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